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Stillen bei Erwerbstätigkeit:

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Praktische Tipps

Wie lassen sich die Erwerbstätigkeit der Mutter und das Stillen in der Praxis am besten vereinbaren? Zunächst sind dazu einige Absprachen zu treffen.

 

Was zu klären ist
  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber so frühzeitig wie möglich, dass Sie nach Ihrer Rückkehr in den Beruf Stillzeiten in Anspruch nehmen möchten.
  • Besprechen Sie mit dem Arbeitgeber, welche Ausgestaltung der Stillzeiten Ihren Wünschen entspricht. Möchten Sie Stillpausen zum Abpumpen nutzen oder die Stillzeiten an den Anfang oder das Ende Ihrer Arbeitszeit legen und den Arbeitstag zugunsten von mehr Zeit mit dem Kind verkürzen? Dies alles sollte bereits im Vorfeld klar geregelt werden.
  • Welche Räumlichkeiten kann Ihnen Ihr Arbeitgeber zur Verfügung stellen, um ihn zum Stillen oder Abpumpen zu nutzen? Der Raum sollte nicht nur über eine bequeme Sitzmöglichkeit sowie eine Steckdose für die Milchpumpe verfügen, sondern idealerweise auch über ein Waschbecken sowie einen Kühlschrank zum Aufbewahren der Muttermilch verfügen.
  • Wie wird Ihr Kind während Ihrer Arbeitszeit betreut oder besteht die Möglichkeit, dass Ihnen das Baby an den Arbeitsplatz gebracht wird? Auch darüber sollte der Arbeitgeber im Zuge der Inanspruchnahme der Stillzeiten informiert werden.

 

Muttermilch gewinnen

Idealerweise sollten Sie bereits einige Wochen vor Arbeitsantritt damit beginnen, Muttermilch von Hand zu gewinnen und anschießend einzufrieren. Je nach persönlicher Vorliebe können Sie Muttermilch per Hand gewinnen oder eine Milchpumpe – im Idealfall eine elektrische Milchpumpe mit Doppelpumpset – verwenden. Sprechen Sie Ihren Frauenarzt an, dass Sie trotz Erwerbstätigkeit weiterstillen möchten – im Idealfall wird er Ihnen eine elektrische Milchpumpe verschrieben. Ist dies nicht der Fall, bietet der Fachhandel kleine tragbare elektrische Pumpen, die man sich selbst kaufen kann. Empfehlenswert sind zwei Pumpsitzungen pro Tag.

Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Muttermilch von Hand gewinnen können oder wie eine Pumpe korrekt zu bedienen ist, sprechen Sie Ihre Stillberaterin (Link auf Stillberaterinnen-Übersicht) an.  Weitere Informationen finden Sie in unserem Faltblatt „Muttermilch gewinnen“ , das Sie sich online kostenlos in unserem Downloadbereich herunterladen können. Dort finden Sie auch wichtige Hinweise zur korrekten Aufbewahrung von Muttermilch.

 

Muttermilch verfüttern

Während Sie zu Hause sind, stillen sie Ihr Baby weiterhin nach Bedarf. Vielen Müttern hilft es auch, dies noch einmal unmittelbar vor dem Verlassen des Hauses zu tun, um möglichst viel Zeit bis zur nächsten Mahlzeit zu gewinnen.

Für die Dauer Ihrer Abwesenheit müssen Sie entscheiden, ob Ihr Baby von seiner Betreuungsperson mit dem Löffel, dem Becher oder der Flasche gefüttert wird. Das Tempo der Fütterung und die Menge sollten dabei wie beim Stillen vom Baby bestimmt werden, außerdem sollte das Kind auch auf diesem Weg seine Nahrung nach Bedarf bekommen.

Um eine Saugverwirrung durch den häufigen Wechsel von Brust und Flasche zu vermeiden, sind darüber hinaus folgende Punkte zu beachten:

  • Wählen Sie eine möglichst kleine Saugergröße (z.B. einen Teesauger), damit die Milch nicht zu schnell fließt.
  • Halten Sie die Flasche fast waagerecht, damit nicht zu viel Milch auf einmal in den Mund fließt.
  • Achten Sie darauf, dass das Baby den Sauger vollständig bis ganz nach hinten in den Mund nimmt. Die Lippen sollten den breiten Teil des Saugers vollständig umschließen.

Zu Beginn der Mahlzeit die Lippen des Kindes mit dem Sauger berühren und ihn erst dann weit in den Mund stecken. Dies unterstützt, dass das Kind sich die zum Stillen nötige weite Öffnung des Mundes nicht abgewöhnt.

Eine Übersicht über mögliche weitere Zufüttertechniken für gestillte Säuglinge finden Sie in einem Informationsblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).


Sollte Ihr Baby bereits sechs Monate oder älter sein und Beikost erhalten, können während der Abwesenheit der Mutter nötige Stillmahlzeiten mit der Zeit auch durch Beikostmahlzeiten ersetzt werden. Muttermilch und Wasser können dann aus einem ganz normalen Becher angeboten werden, Flaschen mit Saugern oder spezielle Trinklernbecher sind in diesem  Fall nicht erforderlich.

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